Vor einigen Tagen kam mir durch eine Bemerkung eines Kunden wieder einmal eine kleine Geschichte in Erinnerung, die ich bereits vor vielen Jahren gehört hatte.
Es dreht sich um das Verhalten eines Frosches.

Die erste Frage lautet: Was passiert, wenn man einen Frosch in heißes Wasser wirft?
Antwort: Er springt sofort wieder heraus.
Zweite Frage: Was passiert, wenn man einen Frosch in kaltes Wasser wirft?
Antwort: Er schwimmt darin herum, es ist eine natürliche Umgebung.
Dritte Frage: Was passiert, wenn man dieses Wasser langsam erwärmt, so lange bis es kocht?
Antwort: Er schwimmt weiter darin herum, bis er stirbt.

Soll heißen, er genießt seine natürliche Umgebung. So lange es angenehm warm ist, fühlt er sich darin wohl, bis ihm die Wärme zum Verhängnis wird.
Wenn ich, vor dem Hintergrund dieser Geschichte, an so manchen meiner früheren Berufskollegen denke, sehe ich viele Parallelen.Leistungsdruck
Viele Verhaltenstrainer nennen diese Situation, in der sich viele Menschen ihr Leben eingerichtet haben: „Die Komfortzone“.

Kennen Sie auch Menschen, die jeden Morgen mit Magenschmerzen und grenzenloser Unlust zur Arbeit gehen und sich sagen: „Es könnte ja noch schlimmer kommen.“
Menschen, die sich mit ihren Situationen arrangieren, weil es anderen Menschen doch noch viel schlechter geht?
Nicht umsonst werden viele Menschen in solchen Situationen krank oder kündigen innerlich.
Burnout, Herzinfarkt, schwere Depressionen etc. gehören leider heute zum Berufsalltag und werden, das finde ich besonders schlimm, als „normal“ hingenommen.

Es gibt aber auch andere Situationen, die nahezu jeden treffen können und wo die Mitarbeiter die Verantwortung für ihre persönliche Situation völlig aus der Hand geben.
Meine Gedanken sind in diesen Wochen sehr häufig bei Menschen, die in einer großen deutschen Bank arbeiten, die kurz vor der Zerschlagung steht.
Ihnen droht, aufgrund von Missmanagement in der Führung, unverschuldet der Arbeitsplatzverlust.
Ich denke auch an Menschen, die im Bergbau arbeiten, sie wissen seit Jahren, dass ihre Arbeitsplätze demnächst wegfallen.
Wie viele Krankenkassen gibt es in Deutschland, wo demnächst, durch längst überfällige Fusionen, tausende Arbeitsplätze wegfallen?
Die Auflistung betroffener Wirtschaftszweige ließe sich nahezu endlos fortsetzen.

All diese Menschen dort, starren, wie ein Kaninchen vor der Schlange, auf ihre ungewisse Zukunft und warten ab.
In jungen Jahren habe ich einmal gelernt, dass jede positive Situation immer Chancen und auch Risiken enthält.
Keine Medaille dieser Welt hat nur eine Seite.
Die Risiken sollte man immer im Auge behalten und mit einkalkulieren. Das bedeutet nicht, dass man permanent in Angst leben sollte und seine Situation nicht genießen darf. Aber es bedeutet, dass diese Risiken existent sind, ob man sie nun beachtet oder auch nicht.
So kann ich nur jedem Menschen empfehlen, sich in jeder noch so positiv empfundenen Situation stets so weiter zu bilden, dass seine Fähigkeiten so ausgebaut werden, dass er auch einen anderen Arbeitsplatz mit Erfolg ausfüllen könnte.

Die Investition in die eigene Weiterbildung ist das beste Investment, was ein Jeder tätigen kann.
Dafür ist jeder selbst verantwortlich. Der kurzfristige Lohn dafür ist, dass sich die Lebensqualität sofort deutlich verbessert. Die Einstellung wir positiver und dadurch, dass man die Initiative für sein Leben wieder selbst in die Hand nimmt, steigert sich auch das Selbstwertgefühl. Die Einstellung zur Zukunft wird deutlich positiver.
Oder auch, sich ein so genanntes zweites berufliches Standbein auf zu bauen, kann ein Weg sein. Dadurch wird man wirtschaftlich unabhängig, von nur einer einzigen Einnahmequelle. Es gibt viele Persönlichkeiten, die über das Internet, ausgehend von einem nebenberuflichen Start, zu einer lukrativen, hauptberuflichen Selbständigkeit gekommen sind.

 

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